Vereinschronik 1925-2000

Quelle: Festschrift zum 75-jährigen Gründungsfest des Schützenverein Schmiechachtaler Schmiechen e.V.

Impressum der Festschrift
Herausgeber:
Schützenverein „Schmiechachtaler” Schmiechen e.V.
Texte/Redaktion:
Monika Thurner, Sofia Schmid, Ludwig Huster, Christian Engler, Gabriele Kauth
Fotos:
Vereinsarchiv, private Haushalte, Gerhard Kießling
Digit. Bildbearbeitung, Satz, Repro:
Habel-werbung, 86511 Schmiechen Tel. 08206/6187
Druck:
Druckhaus Mayer & Söhne, Aichach
Auflage:
500 Stück


Unsere Chronik von 1925 bis 2000


Im Herbst 1925 gründeten am Schießsport interessierte Bürger der Gemeinde Schmiechen den Schützenverein Schmiechachtaler Schmiechen im Gasthaus Heidinger. 29 Ortsansässige Bürger wurden als Gründungsmitglieder ins Vereinsbuch eingetragen. Zum 1. Schützenmeister wählte man Josef Steininger. Im Saal des Gasthauses Heidinger wurde ein 10 m Zimmerstutzenstand errichtet.


 

 

1926 Die erste Schützenscheibe wurde am 06.02.26 ausgeschossen. Gegeben wurde sie vom 1.Schützenmeister Josef Steininger, gewonnen hatte sie Wolfgang Heidinger. Diese Schützenscheibe schmückt heute noch unser neues Schützenheim.

 


1927-1933 In diesen Jahren wurde sehr viel für das gesellschaftliche Zusammenleben in der Gemeinde durch die Schützenmitglieder unternommen z. B. Theateraufführungen, Maibaum aufstellen, vereinsinterne Schießsportveranstaltungen, Tanz und Faschingsbälle.


1933 musste sich auch unser Verein dem neuen Reichsgesetz beugen. Man wurde dem Deutschen Reichsbund für Leibesübungen zugeordnet.


1939 Hier endeten die Aktivitäten des Vereins, weil sämtliche Mitglieder der Vorstandschaft zum Kriegsdienst eingezogen wurden. Letzter Eintrag vom Kassenbuch war im Sommer 1939.


1945 Nach Beendigung des 2. Weltkrieges musste unser Verein 12 gefallene Mitglieder beklagen.


1953 Nachdem sich die Schützenvereine gemäß den damals geltenden Alliierten Bestimmungen wieder konstituieren durften, wurde am 13.12.53 nach Initiative von Georg Schmid im Gasthaus Lutz eine Wiedergründungsversammlung einberufen. Zur Unterstützung fand man damals den stellvertretenden Gauschützenmeister Graf aus Hörmannsberg. Als 1. Schützenmeister wurde wieder Josef Steininger gewählt. 38 Mitglieder waren bei dieser Gründungsversammlung anwesend.


1956 Am 14.01.56 wurde die neue Vereinsfahne von der Firma Eibl an unseren Verein angeliefert und übergeben. Der Schützenverein und die gesamte Einwohnerschaft der Gemeinde feierten am 22.07.56 die Fahnenweihe. Im Frühjahr 1956 wurde die noch heute getragene Schützenkette für den Verein angeschafft.


1957 wurde der 1. Schützenmeister Josef Steininger in seinem Amt bestätigt.
1958-1972 In dieser Zeit gestaltete der Verein das dörfliche Geschehen mit Schießabenden, Maibaum aufstellen und Maitanz, Weihnachtsfeiern mit Weihnachtsschießen, Faschingsbällen, Vereinsausflügen, Vergleichsschießen und Theateraufführungen. Die überörtlichen Beteiligungen bestanden darin, dass man bei Fahnenweihen und Schießveranstaltungen betreff Gauschießen mitmachte.
1960 und 1963 führte Josef Steininger weiterhin das Amt als 1. Schützenmeister.
1966 und 1969 übernahm Otto Schweinböck das Amt. Dessen Nachfolge trat 1972 Leonhard Metz an. 1966 wurde Josef Steininger zum Ehrenschützenmeister ernannt.


1973 Dieses Jahr wurde wieder durch herausragende Leistungen geprägt. Um im modernen Schießsport regional mitzuhalten, musste ein neuer Schießstand gebaut werden; zwei Projekte standen zu jener Zeit zur Auswahl:
1.Umbau der Stall- und Stadelgebäude des Anwesens unseres ehemaligen Vereinswirtes Xaver Lutz;
2.Ausbau des Kellergewölbes in der Gastwirtschaft Heidinger;
Die damalige Mitgliederversammlung entschied sich mit 21 zu 15 Stimmen für das Bauprojekt Xaver Lutz. Am 01.09.73 wurde dann mit dem Ausbau begonnen und am 30.11.73 mit einem Preis- und Anfangsschießen in Betrieb genommen. Nur mit viel Eigenleistung und Ausdauer konnte dieses Bauvorhaben fertig gestellt werden.


1974 Zum ersten Mal beteiligt sich unser Verein bei Rundenwettkämpfen auf Gauebene. Dieser sportliche Ehrgeiz wurde ohne Unterbrechung bis zum heutigen Tage fortgeführt.


1975 Leonhard Metz übernahm weiterhin das Amt des 1. Schützenmeisters. Am 04.10.75 feierte der Verein sein 50-jähriges Vereinsjubiläum mit einem 8-tägigen Preisschießen. Die gesamte Bürgerschaft feierte mit. In diesem Jahr begann auch das Paartalpokalschießen, das bis 1982 durchgeführt wurde. Bei diesem Wettkampf beteiligten sich 9 Vereine des oberen Paarbereiches.


1976 In diesem Jahr fand zum 1. Mal der Schützenwandertag statt. Diese Veranstaltung wird heute noch beibehalten.

Im Hochsommer dieses Jahres feierte man noch nachträglich einen Sommernachtsball sowie ein Gartenfest anlässlich des 50. Jubiläums des Vereins 1975.


1977-1981 Beginn des Wanderpokalschießens der Ortsvereine. Die Laufzeit betrug 6 Jahre. Die sonstigen Veranstaltungen blieben die gleichen, wie die Jahre zuvor. Das Amt des 1. Schützenmeisters übernahm 1979 und 1981 Walter Schweinböck.


1982 Bei einem tragischen Verkehrsunfall am 21.02.82 verlor man den im Amt befindlichen 1. Schützenmeister Walter Schweinböck; Dieses traurige Ereignis riss tiefe Wunden in die Führung des Vereins. 2. Schützenmeister Rudolf Ficker führte kommissarisch die Geschäfte des Vereins.


1984 Bei der Wahl zum 1. Schützenmeister entschied sich die Generalversammlung für Ludwig Huster.


1985 Am 27. und 28.07.85 fand das 60-jährige Gründungsjubiläum statt. Diesem Ereignis ging ein 14-tägiges Preisschießen mit 12 Schützenvereinen voraus. Veranstaltet wurde dieses Fest in der Tenne unserer ortsansässigen Gutsherrnschaft.


1987 Am 23.03.87 bekam die Vereinsführung eine erfreuliche Nachricht vom Amtsgericht Aichach/Friedberg. Dem Antrag für den Zusatz e.V. wurde zugestimmt. Ein eindeutiger Beschluss für dieses Vorhaben und einer neuen Satzung von der Generalversammlung ging diesem Ereignis voraus. Ludwig Huster wurde im Amt als 1. Schützenmeister bestätigt.


1988 Im März wurde eine Schüler- und Jugendschützenkette gekauft. Ermöglicht wurde diese Anschaffung durch Spenden der Mitglieder.


1989 Durch den Bau einer Mehrzweckhalle von der Gemeinde Schmiechen entschied sich die damalige Vorstandschaft, die gebotenen Räumlichkeiten im Keller für einen Neubau eines Schützenheimes zu nutzen. In 400 freiwilligen Arbeitsstunden wurde von Ende Mai bis Ende September ein komplett neues Schützenheim ausgebaut und eingerichtet. Standeröffnungsschießen war am 01.10.1989.

1956 angeschaffte Schützenkette
Schüler- und Jugendkette

 

Eröffnungsschießen 1989 auf dem neuen Schießstand im Keller der Mehrzweckhalle
neues Vereinsheim in der Mehrzweckhalle

1990 Das Amt des 1. Schützenmeisters hatte weiterhin Ludwig Huster.


1991 Das 39. Gauschießen vom 13. Mai 91 bis 02. Juni 91 des Schützengaues Friedberg organisierte zum 1. Mal unser Schützenverein. Nach langen Jahren wurde wieder einmal ein Vereinsausflug durchgeführt. Diese tollen Tage verbrachte man vom 27.09. bis 29.09.91 in Faistenau/Salzkammergut.


1992 Vom 27. bis 28. Juni 92 weihte unser Verein die neurenovierte Fahne ein. Dies geschah in der Maschinenhalle von unserem Schützenmitglied Josef Bader. Gäste aus nah und fern gaben dem Fest den richtigen Rahmen.


1993 Bei der Neuwahl des 1. Schützenmeisters entschieden sich die Mitglieder erneut für Ludwig Huster. Unsere beiden Gewehrmannschaften erreichten bis dahin die höchsten Ziele:
Die 1. Mannschaft in der A-Klasse.
Die 2. Mannschaft in der B-Klasse.


1994 1. Bezirksschützenmeister Josef Niedermayer besuchte eine Gauversammlung in der Schmiechachhalle in Schmiechen.


1996 In diesem Jahr gab nach 12 Jahren der 1. Schützenmeister Ludwig Huster sein Amt ab. Als seinen Nachfolger wählte man Christian Engler.


1997 Beim 43. Gauschießen des Schützengaues Friedberg in Wulfertshausen wurde Josef Wecker der erste Gauschützenkönig in unserer Vereinsgeschichte.


1998 Der Verein spendete dem Kindergarten Schmiechen DM 1000,- für benötigtes Spielmaterial; sogleich bekam auch die Kirchenverwaltung für die Renovierung unserer Dorfkirche DM 1000,- gespendet. Zum zweiten Mal stellte unser Verein den Schützenkönig des Gaues. Siegfried Geiger errang diese Würde für die Schmiechachtaler.


1999 Der ersten Mannschaft des Vereines gelang zum ersten Mal der Aufstieg in die Gauliga, der zweithöchsten Klasse des Gaues Friedberg. Bei der Wahl zum 1. Schützenmeister wurde Christian Engler wieder gewählt.


2000 Im 75. Gründungsjahr findet vom 01.04. bis 15.04.2000 ein Preisschießen mit 14 Gastvereinen statt. Der Verein feiert sein Jubiläum vom 01.6. bis 04.06.2000 mit einem viertägigen Programm in einem Festzelt.